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Kulinarischer Kulturvermittler mit Maultasche und Trollinger.

Seliges Land! Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock. Nieder ins schwellende Gras regnet im Herbst das Obst.

Was sich auf den ersten Blick wie etwas abgedrehte Werbepoesie lesen mag, ist in Wahrheit des Dichters Hölderlin knappe Zusammenfassung der Vorzüge seiner schwäbischen Heimat. Die hat seit kurzem eine neue Dependance in Schöneberg. Lydia Marnet hat sie besucht und sich von Wibele, Landjäger, Käse und Wein verwöhnen lassen.

Schwaben, die sich aus Sparsamkeitsgründen selbst an Weihnachten nicht auf den weiten Weg in ihre Heimat machen, aber dennoch nicht auf die Besonderheiten südwestdeutscher Lebensart verzichten wollen, können jetzt bei ebbes  in der Crellestraße 2  in Schöneberg, ein Fleckchen vertrauter Erde finden. Als kulinarische Vertretung seiner Herkunftsregion Hohenlohe versteht Wolfgang Stepper, der Inhaber dieser jüngst gegründeten Exklave schwäbischer Gaumenfreuden, seinen kleinen Laden im Schöneberger Kiez.

Stepper (57), der eigentlich gelernter Schriftsetzer ist, lebt seit über 35 Jahren in Berlin und fühlt sich hier zu Hause. Ob es wohl auch ein wenig daran liegen mag, dass die Bewohner Baden-Württembergs, also Badener und Schwaben, ursprünglich von den suebischen Semnonen, einem germanischen Volksstamm aus der Mark Brandenburg abstammen? Um 120 vor unserer Zeitrechnung zogen sie von der Havel in das Gebiet zwischen Neckar, Donau und Rhein, wanderten aber, einem rätselhaften Drang folgend, immer wieder mal zurück in den märkischen Sand. Eine eigenwillige Bodenständigkeit, die sich auch für viele Nachfahren der Sueben über die Jahrhunderte erhalten zu haben scheint. Für den Schwaben Stepper, der gewissermaßen den umgekehrten Weg gegangen ist, steht jedenfalls fest: "Der Präberliner sprach schwäbisch. Sogar der Name Berlin ist nachweislich suebischer Herkunft." 

Ganz in dieser Traditionslinie ist für ihn, einerseits längst echte Berliner Großstadtpflanze, andererseits immer noch heimatverbundener Schwabe, der Kontakt zum Landstrich seiner Kindheit nie abgebrochen. Familie, Freunde und nicht zuletzt all die genussversprechenden schönen Dinge, die Hohenloher Boden und Küche halt so hergeben: Trollinger, Landjäger, Linsenspätzle, Hirschsalami, Hofkäse, Peitschenstecken, Ochsenmaulsalat, Wibele, Bubaspitzla und Riebele, um mal nur einige zu nennen. "Ebbes Guats halt", wie Stepper sein reichhaltiges Sortiment, das er von ausgesuchten Bauernhöfen und Winzern bezieht, lapidar zusammenfasst. All das wollte Wolfgang Stepper Berlinern und Exilschwaben gleichermaßen auch an der Spree zugänglich machen. Ganz offensichtlich wurde hier nicht nur eine neue Geschäftsgründung vollzogen, hier hat einer seine langjährige Herzensangelegenheit verwirklicht. "Berlin müsste in Schwaben liegen, dann wäre es perfekt", spinnt er einen alten Traum. Um im gleichen Atemzug verschmitzt hinzuzufügen: "Dann wäre Berlin natürlich nicht mehr Berlin, und Schwaben nicht mehr Schwaben. Insofern ist die jetzige Lösung für alle Beteiligten nicht die schlechteste".

Was sich hinter dieser Lösung namens "ebbes" verbirgt, wird bei manchem Berliner ratloses Schulterzucken verursachen. Der aus dem südwestdeutschen Kulturraum stammende Mensch wittert dagegen bei der geheimnisvollen Formulierung "ebbes Guats" augenblicklich ein Freudenfest für Leib und Magen, Gaumen und Sinne. Das universale Wort "ebbes" benutzt der (maul-)faule Schwabe häufig und gerne dann, wenn ihm die Bezeichnung für einen Gegenstand oder Sachverhalt zu umständlich erscheint - oder sie ihm gerade schlicht nicht einfällt. Ganz besonders in Situationen, in denen ihm das Gemeinte so selbstverständlich und selbstredend wie nichts anderes auf dieser Welt vorkommt. Denn so sicher, wie letztere keine Scheibe ist, kann es auch keinen Zweifel daran geben, dass es sich bei Qualitätsprodukten aus dem schwäbischen Hohenlohe eben um etwas ausgesprochen Gutes  handeln muss: handverlesene Leckereien direkt vom Erzeuger.

Von A wie Apfel-Kürbis-Fruchtaufstrich, über B wie Bärlauch Pesto... bis hin zum Z wie Zwetschgen im Aggregatzustand Gsälz (also Marmelade) oder selbstgebrannter Schnaps. Vom geradlinigen Besen-Wein bis zum ausgereiften Barrique-Fläschchen. Sogar die jüngste schwäbische Wein-Innovation, der süffig-hippe Taurus, ist ein Hohenloher Pflänzchen. Da will auch die handgemachte Maultasche nicht nachstehen und präsentiert sich sowohl bodenständig fleischig, als auch elegant vegetarisch.

"Bei mir hat jedes Produkt einen Stammbaum, eine Geschichte. Jeder Peitschenstecken, jedes Riebele ist hier eine kleine Persönlichkeit" schwelgt Stepper in dem ihm eigenen Sprachmix aus Berliner Mundart und Hohenloher Dialekt augenzwinkernd. Neulich sah er sich bei derlei Schwärmereien mit dem rüden Einwand eines älteren Berliners konfrontiert, doch gar kein schwäbisch zu verstehen. Steppers schlagfertige Erwiderung, bei ihm würden Maultaschen und Bubaspitzla selbstverständlich auch Hochdeutsch können, hat den Mann dann aber auf der Stelle überzeugt.

Und damit wär eigentlich scho wieder älles g´schwätzt. 
ebbes... Schwäbisch by nature. Was der Boden halt so hergibt.

Schwäbische Produkte ausgewählter Qualität aus Hohenlohe und Umgebung - direkt vom Erzeuger.

Inhaber:  Wolfgang Stepper

Crellestraße 5, 10827 Berlin - Schöneberg         
Tel.       030-70 09 48 13
Fax.      030-70 09 48 14


Email: ebbes.wstep@t-online.de 
www.ebbes-in-Berlin.de


Öffnungszeiten:
Mo - Fr 10.00 - 19.30Uhr                                          
Sa 9.00 - 16.00 Uhr